Behandlung der Tuberkulose

Medikamente gegen Tuberkulose

Tuberkulose wird mit speziellen Antibiotika behandelt, welche gezielt auf die krankheitserregenden Bakterien einwirken. Die medikamentöse Standard-Behandlung dauert sechs Monate.

Sehr wichtig ist die richtige Kombination der verschiedenen Medikamente in ausreichender Dosierung über die gesamte Behandlungsdauer. Die Kombination mehrerer Medikamente ist nötig, um die Gefahr einer Resistenzbildung der Tuberkulosebakterien vorzubeugen. Wenn es zu Behandlungsunterbrüchen, Fehlern in der Dosierung oder Verwechslungen der Medikamente kommt, verlieren die Antibiotika ihre Wirksamkeit und es können sich antibiotikumresistente Bakteriumstämme entwickeln.

Selbstmanagement

Tuberkuloseerkrankte können selbst einen Beitrag zum Behandlungserfolg leisten. Betroffene sollten während der Therapie folgende Punkte beachten:

  • Einhaltung des Therapieplanes
  • ärztliche Kontrollen wahrnehmen
  • Verzicht auf Alkohol und Rauchen
  • Spaziergänge und Aufenthalte an der frischen Luft
  • ausgewogene Ernährung
  • genügend Schlaf

Behandlungserfolg

Mit medikamentöser Behandlung gelingt es meistens, die Tuberkulosebakterien vollständig abzutöten. Dank des medizinischen Fortschritts ist die Krankheit in der Schweiz selten geworden: Jährlich erkranken rund 600 Menschen an Tuberkulose, im Kanton Zürich über 100 Menschen jährlich. Meist sind ältere Menschen oder Personen mit einer chronischen Krankheit betroffen, ebenso Immigranten aus Ländern, in denen die Tuberkulose noch häufig vorkommt. Als Todesursache kommt Tuberkulose in der Schweiz praktisch nicht mehr vor.

Impfung nur bei Neugeborenen

Kinder und Erwachsene, die in der Schweiz leben, werden nicht mehr gegen Tuberkulose geimpft. Ausnahmen sind Neugeborene im ersten Lebensjahr, wenn voraussehbar ist, dass sie sich in einem Land mit hohem Ansteckungsrisiko aufhalten werden.

Umgebungsuntersuchungen

Lungentuberkulose ist eine ansteckende Infektionskrankheit. Um eine mögliche Ansteckung frühzeitig zu erkennen und eine Weiterverbreitung zu verhindern, führt LUNGE ZÜRICH sogenannte Umgebungsuntersuchungen durch. Die Umgebungsuntersuchung beschränkt sich auf die Personen, die einen engen Kontakt mit der erkrankten Personpflegten.

Weitere Informationen

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