. .
Umwelt > Aussenluft > Ozonwerte Sommer 2015

Ozonwerte Sommer 2015

Der Sommer 2015 war rekordverdächtig heiss! Dies führte auch zu vielen Ozongrenzwert-Überschreitungen. Bis Ende August wurden in Zürich an 42 Tagen Überschreitungen verzeichnet.


Viel Sonne – viel Ozon

Bodennahes Ozon (O3) entsteht bei der Reaktion mit Sauerstoff (O2) und Stickoxiden (NOx). Zentral bei dieser Reaktion ist dabei die Sonneneinstrahlung. Je stärker die Strahlung, desto mehr Ozon wird produziert. Die Vorläufersubstanzen von Ozon, die Stickoxide und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), stammen vorwiegend aus dem Verkehr, der Industrie, Haushalten (Heizungen) und lösungsmittelhaltigen Produkten wie Lacken, Sprays etc.

Die Ozonkonzentration wird, neben anderen Schadstoffen wie Stickoxide und Feinstaub, an mehreren Stationen in der Schweiz gemessen und aufgezeichnet. Die Überwachung der Schadstoffkonzentrationen ist Auftrag des Bundes und in der Luftreinhalteverordnung (LRV) festgehalten. Auch sind tägliche und jährliche Grenzwerte definiert, deren Einhaltung durch diese kontinuierlichen Messungen überwacht wird.

 

Vergleich der Jahre

Der Vergleich der Anzahl Grenzwertüberschreitungen pro Jahr ist in folgender Grafik dargestellt:

 

Quelle: Stadt Zürich, Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich, 2015

 

Auch wenn der diesjährige Sommer rekordverdächtig heiss war, so sind lediglich halb so viele Ozongrenzwertüberschreitungen zu verzeichnen als im heissen Sommer 2003. Dieser Rückgang an Anzahl "Ozontagen" trotz starker Hitze ist zu einem grossen Teil den Erfolgen der Luftreinhalteverordnung (LRV) zuzuschreiben. Gleichzeitig sind jedoch die diesjährigen Werte höher als jene der vergangenen neun Jahre. Weitere Massnahmen und Anstrengungen sind noch immer notwendig, um die Ozonbelastung unter die festgelegten Grenzwerte zu bringen.

 

Letzte Aktualisierung: Februar 2016