. .
Wissen > Allergien der Atemwege > Tierhaare

Tierhaare

Haare und Hautschuppen von Tieren können bei manchen Menschen Allergien auslösen.


Haustiere verlieren wie die Menschen dauernd Haare und Hautschuppen. Die von der Haut stammenden und an den Tierhaaren haftenden Schuppen können bei Asthmatikern einen Anfall auslösen. Auch Eiweisse, die im Speichel oder Urin vorkommen, sind manchmal für einen Asthmaanfall verantwortlich.

 

Praktisch alle beliebten Haustiere können Allergien auslösen. Nebst den Pelztieren wie Katzen, Hund, Meerschweinchen und Goldhamster können auch Vögel durch Federn und Kot Allergien auslösen. Fische und Reptilien lösen selten allergische Reaktionen aus. Jedoch ist Vorsicht geboten: Fischfutter kann allergische Reaktionen auslösen.

 

Leidet ein Familienmitglied unter einer Haustierallergie, muss das Tier meist weggegeben werden. Um eine solch schwere Entscheidung zu vermeiden, sollten sich Asthmatiker-Familien die Anschaffung eines Haustiers sehr sorgfältig überlegen. Die Erfahrung zeigt, dass auch häufiges Baden der Haustiere und Waschen der Kleider sowie gründliches Reinigen der Wohnräume allergische Reaktionen nicht verhindern können. Es ist möglich, dass bis zu einem Jahr, nachdem das Haustier die Wohnräume verlassen hat, noch Allergene nachweisbar sind.

 

Für den Fall, dass das Weggeben eines Tiers nicht durchsetzbar ist und zumindest kein schweres Asthma vorliegt, kann man das Tier einmal pro Woche baden. Ferner senkt ein Raumluftfilter (HEPA-Qualität) manchmal die Allergenkonzentration in der Wohnung so weit, dass in Kombination mit einer regelmässigen Medikamenteneinnahme keine Beschwerden auftreten. Gelingt das nicht, führt jedoch kein Weg daran vorbei, den Kontakt zum Tier zu unterbinden.

 

Letzte Aktualisierung: Januar 2011