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Grundlagen

Rund 400'000 Menschen leiden in der Schweiz an COPD, der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit. Dennoch ist COPD weitgehend unbekannt.


COPD - die unterschätzte Lungenkrankheit

Die Abkürzung COPD steht für die englische Bezeichnung «Chronic Obstructive Pulmonary Disease». Die chronische und unheilbare Lungenkrankheit COPD engt die Luftwege mit langsamer Fortschreitung ein und wird auch «Raucherlunge» genannt, weil in etwa 90% der Fälle Rauchen die Ursache ist. Einerseits entsteht COPD durch die dauernde Entzündung der Atemwege (chronische Bronchitis), andererseits durch eine überblähte Lunge (Lungenemphysem). Chronische Bronchitis und Lungenemphysem treten meist gemeinsam auf, können aber auch einzeln eine COPD verursachen. Die Krankheit beeinträchtigt die Atmung zunehmend, bis hin zum Atemversagen. Die Betroffenen können körperlich immer weniger leisten und sind im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit auf zusätzliche Sauerstoffzufuhr angewiesen.

 

In der Schweiz leiden etwa 5% der Erwachsenen an COPD, das entspricht rund 400'000 Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass im Jahr 2020 COPD nach Herz-Kreislaufkrankheiten und Hirnschlag die dritthäufigste Todesursache weltweit sein wird.

 

Oft bleibt COPD lange Zeit unentdeckt, weil die Betroffenen die Symptome wie Husten und Auswurf als Raucherhusten verharmlosen oder ignorieren. Viele Raucher gewöhnen sich mit den Jahren an ihren morgendlichen Husten. Bei der Diagnosestellung «COPD» ist daher die Krankheit häufig schon weit fortgeschritten. Deshalb spielt die Vorbeugung – also ein Rauchstopp – eine wichtige Rolle. Bei Risikogruppen sind zudem regelmässige Lungenfunktionsmessungen, wie sie beispielsweise im LuftiBus oder in den Beratungsstellen von LUNGE ZÜRICH angeboten werden, ein wichtiges Früherkennungsinstrument.

 

Einen ersten Anhaltspunkt, ob ein COPD-Risiko vorliegt, kann auch unser COPD-Risikotest geben: COPD-Risikotest

 

Symptome

COPD entwickelt sich schleichend und bleibt meist lange Zeit unbemerkt bzw. die Betroffenen ignorieren die ersten Symptome. In der Regel bricht die Krankheit zwischen dem 40. und dem 55. Lebensjahr aus.

 

Typisch für COPD sind die so genannten AHA-Symptome:

  • Auswurf
  • Husten am Morgen
  • Atemnot

 

Risikofaktoren

Der grösste Risikofaktor für COPD ist der Tabakrauch. Etwa 90% der COPD-Patienten sind Raucher oder ehemalige Raucher. Allerdings erkranken nicht alle Raucher an einer COPD. Vermutlich spielen auch genetische Faktoren bei der Entstehung dieser Krankheit eine Rolle. Weitere Risikofaktoren für die Entwicklung von COPD sind starke Luftverschmutzung, Asthma und schwere Atemwegsinfektionen in der Kindheit. Eine weitere, seltene Ursache ist der angeborene Mangel des schützenden Proteins Alpha-1-Antitrypsin. Fehlt dieses Protein, wird Lungengewebe zerstört, und es entsteht ein Lungenemphysem.
Informationen zu Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

 

COPD Broschüre

  

Letzte Aktualisierung: April 2016