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Behandlung

Schlafapnoe wird meist mit einer Überdruck-Therapie, mit einem so genannten CPAP-Gerät, behandelt.


Bei der Behandlung des OSAS steht heute die nasale Continuous-positive-airway-pressure-Therapie (CPAP-Therapie) an erster Stelle. Chirurgische Massnahmen wie die Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP) oder laserassistierte Eingriffe zeigen bei deutlich weniger als 50 Prozent der Patienten eine Besserung. Nur wenige ausgewählte Patienten profitieren von einer kieferchirurgischen Intervention. Zur Behandlung des harmlosen Schnarchens wurden die Abgabe von abschwellenden Nasentropfen oder -sprays, die erzwungene Seitenlage sowie die Gewichtsreduktion in Studien getestet. Unter anderem konnte nachgewiesen werden, dass durch Gewichtsreduktion das vollständige Verschwinden von Schnarchgeräuschen erzielt werden kann. Weckgeräte helfen nur dem Bettpartner. Durch operative oder laserassistierte Entfernung von Halszäpfchen und Halsweichteilen kann das Schnarchgeräusch vermindert werden. Vorgängig muss jedoch das Vorliegen eines OSAS oder UARS mittels Polysomnografie ausgeschlossen werden, da sonst nur das «Warnsignal» des gefährlichen Schnarchens behoben wird. Bissschienen und andere Kieferhaltevorrichtungen können das Nachhintenfallen des Unterkiefers im Schlaf verhindern helfen. In Afrika, besonders in Kamerun, wird traditionell bei Kleinkindern, angeblich zur Prävention des Erbrechens, mit einer Drahtschlinge das Halszäpfchen entfernt (Uvulektomie).

 

Wirkweise der CPAP-Therapie

CPAP-Geräte helfen durch Überdruckbeatmung, gefährliche Atemausfälle während der Nacht zu verhindern. Die dynamische Kompression der schlaffen Atemwege im Bereich des weichen Gaumens kann durch eine pneumatische Schienung mittels eines leichten Überdrucks von in der Regel zwischen 5 und 15 cm Wassersäule sofort behoben werden. Der Patient trägt dazu eine kleine Nasenmaske oder zwei Nasenstöpsel, welche mit Bändern am Kopf befestigt werden. Der Überdruck wird durch einen kleinen geräuscharmen Kompressor erzeugt und mittels eines Schlauchsystems zugeführt. Anfänglich waren die Geräte nur in der Lage, einen fix eingestellten Druck aufrecht zu erhalten. Inzwischen sind auf dem Markt Geräte erhältlich, mit welchen sich der Überdruck computergesteuert den veränderten Widerstandsverhältnissen im Nasenrachenraum anpassen lässt. Schnarchgeräusche und Apnoen lassen sich so dauernd verhindern. Ende 1997 wurden in der Schweiz von den Lungenligen rund 2‘700 CPAP-Geräte für OSAS-Patienten ausgemietet. Ende 2004 waren es bereits 15'600 Patienten, davon rund 67% Männer und 33% Frauen im Alter zwischen 40 und 70. Die Tendenz ist immer noch steigend.

 

Weitere Informationen zur CPAP-Therapie

 
 
Letzte Aktualisierung: Januar 2011