Feinstaubquelle Kerzen

Kerzen sind eine unterschätzte Feinstaubquelle. Menschen mit empfindlichen Lungen sollten drinnen auf das Abbrennen von Kerzen verzichten.

Als Alternative können Sie LED-Kerzen verwenden. LED-Kerzen aus Echtwachs und mit Flacker-Licht sehen täuschend echt aus und verbreiten eine gemütliche Atmosphäre. 

Wenn Sie trotzdem nicht auf echte Kerzen verzichten möchten, sollten Sie reine Wachskerzen kaufen und auf einen kurzen Docht achten. 

Ist der Docht zu lang, franst die Flamme aus und es entsteht mehr Russ. Die ideale Dochtlänge liegt bei 10 bis 15 Millimeter. Kürzen Sie den Docht mit einer Schere.


Eine zu hohe Feinstaubbelastung kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Feinstaubbelastung in Innenräumen, beispielsweise in Wohnräumen, oft sogar höher ist als jene in der Aussenluft. Die mit Abstand stärkste Feinstaubbelastung in Innenräumen verursacht der Tabakrauch. Doch auch Kochen und Braten sowie die Verwendung von Gasherden oder gasbetriebenen Durchlauferhitzern können die Feinstaubkonzentration erhöhen.

Kerzenrauch ähnlich schädlich wie Tabakrauch

Eine weniger bekannte und deshalb oft unterschätzte Feinstaubquelle in Innenräumen sind Kerzen: Brennende Kerzen können insbesondere die Anzahl der kleinsten Feinstaubpartikel um das 10- bis 20-fache erhöhen. Fachleute gehen davon aus, dass Kerzenrauch ähnlich schädlich ist wie Tabakrauch. Zwar ist der Rauch, der beim Abbrennen von Kerzen entsteht, mit weniger Schadstoffen belastet als beim Tabakrauch, die Partikel des Kerzenrauches sind jedoch mit PM 0.01 (10 Nanometer im Durchmesser) deutlich kleiner als jene des Tabakrauches und aufgrund ihrer geringen Masse in sehr viel grösserer Anzahl vorhanden. Diese Nanopartikel können tief in die Lungen vordringen, Zellschranken überwinden und ins Blut gelangen. Der durch Kerzen verursachte Feinstaub bleibt sehr lange in der Luft, die Belastung kann deshalb während mehrerer Stunden relativ hoch sein.

Tipps für den lungenschonenden Umgang mit Kerzen

Vor allem Menschen mit Lungenkrankheiten sollten auf Kerzen verzichten. Als Alternative eignen sich LED-Kerzen. Wer nicht auf echte Kerzen verzichten möchte, sollte folgende Punkte beachten: 

  • Kaufen Sie reine Wachskerzen. Je mehr Zusätze wie Farb- oder Duftstoffe die Kerze enthält, umso mehr Schadstoffe gelangen in die Luft. 
  • Stellen Sie die Kerzen nicht in Zugluft. Bei Zugluft flackert die Flamme, dadurch brennt die Kerze schlechter und russt stärker. 
  • Kürzen Sie den Docht. Bei einem langen Docht franst die Flamme aus und es entsteht vermehrt Russ. Die ideale Dochtlänge liegt bei 10 bis 15 Millimeter.
  • Stellen Sie Kerzen nicht zu dicht nebeneinander auf. Der Abstand zwischen brennenden Kerzen sollte mindestens 10 Zentimeter betragen. So erhalten die Kerzen ausreichend Sauerstoff und produzieren weniger Rauch. 
  • Lüften Sie nach dem Auslöschen der Kerze ordentlich durch, um die Partikel aus dem Raum zu entfernen.

Weitere Informationen: 

Zuletzt geändert:
22. November 2017