Altea - Long-COVID-Netzwerk

Long-COVID-Netzwerk Altea ist online

Seit dem 16. April 2021 ist die Website von Altea, dem Long-COVID-Netzwerk, online. Altea strebt eine Verbesserung der Situation von Personen an, die von Long-COVID betroffen sind. Das ist auch dringend nötig: Denn während sich mit den vermehrten Impfungen die Aussicht auf ein Ende der Pandemie verbessert, bleibt die Situation für jene, die von den Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung betroffen sind, schwierig. Sie sind oft auf sich allein gestellt: Anerkannte Diagnosen und Therapien sowie eine rechtliche Absicherung fehlen derzeit. Hier will Altea, das Long-COVID-Netzwerk, Abhilfe schaffen.

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase geht das Long-COVID-Netzwerk Altea am Freitag, 16. April, online. Ziel von Altea ist es, die Vernetzung und den Wissensaustausch zu fördern. Dies ist in der jetzigen Situation zentral: Viele Fragen sind noch offen, aber das Leiden der Betroffenen dauert schon länger an.

 

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Für Betroffene, medizinische Fachkräfte und Forschende

Betroffene von Long-COVID erhalten auf Altea Informationen zu Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten. Es steht ein Verzeichnis spezialisierter Kliniken, Ärzte und Therapieangebote zur Verfügung. In den «Stories» teilen die Betroffenen ihre Erfahrungen und Erlebnisse und geben so einen Einblick aus erster Hand.

Doch auch Angehörige, Ärztinnen, Therapeuten und Forschende sollen auf der Plattform Informationen finden und sich austauschen können. Altea soll als zentrale Drehscheibe für medizinische und wissenschaftliche, aber auch gesellschaftliche, politische und rechtliche Fragen rund um Long-COVID dienen. Die vorerst digitale Plattform Altea startet mit folgenden Rubriken:

  • Im Ratgeber finden Betroffene nach Symptom-Clustern sortierte Tipps, die sich zur Behand-lung von Symptomen, die auch von anderen Krankheiten bekannt sind, bewährt haben.
  • In den Stories werden die Geschichten von Betroffenen und von Ärzten, die mit Long-COVID arbeiten, erzählt. Die Bandbreite ist gross: Vom 11-jährigen Schüler über den sportlichen Haus-arzt bis zur selbständigen Unternehmerin.
  • Im Verzeichnis finden sich spezialisierte Kliniken, Ärzte und Therapeutinnen, die sich nach Symptom, Kanton und Wohnort sortieren und nach Stichwort durchsuchen lassen. Das Ver-zeichnis soll ständig ausgebaut und aktualisiert werden.
  • Die Agenda fasst Termine rund um Long-COVID übersichtlich zusammen.
  • In den Blogs werden aktuelle Studien und Entwicklungen rund um Long-COVID thematisiert.
  • Noch im Aufbau befindet sich das Forum, wo sich Betroffene, Ärztinnen, Therapeuten und For-schende in einem geschützten Mitgliederbereich austauschen können.
«Ich bin sehr zuversichtlich, dass Altea sowohl Betroffenen und Angehörigen, aber auch medizinischen Fachpersonen und Wissenschaftlern eine grosse Hilfe sein wird. Altea nimmt die Betroffenen und ihre Angehörigen ernst und bietet ihnen neben seriösen, wissenschaftlich fundierten Informationen auch die Möglichkeit, sich auszutauschen.»

Für die Betroffene Virginie Ebnöther*, 33, ist der Start von Altea eine Erleichterung: «Mit Altea gibt es nun eine professionelle Organisation, welche die Botschaft aussendet: ‹Wir sehen euer Problem, wir nehmen es ernst, die Gesellschaft schaut zu euch.› Für mich als Betroffene von Long-COVID ist das enorm wertvoll und heilsam in einer Zeit, in der ich meinen eigenen Körper manchmal nicht mehr verstehe.»

*Ebnöther tritt unter einem Pseudonym auf, da sie wie viele Betroffene berufliche Nachteile und Stigmatisierung befürchtet, wenn ihre Erkrankung bekannt wird.

Nationale Ausrichtung, Start auf Deutsch

Das Bedürfnis nach einer zentralen Drehscheibe für alle Fragen rund um Long-COVID ist derzeit gross. Das hat auch die Politik erkannt. Altea möchte deshalb schweizweit alle involvierten Akteure miteinander vernetzen und pflegt auch internationale Kontakte. In einer ersten Phase geht Altea mit einer deutschen Version online. Die französischen, italienischen und englischen Versionen sind in Vorbereitung.

Co-Creation-Ansatz

Altea funktioniert nach dem Co-Creation-Ansatz. Das bedeutet, dass Inputs, Vorschläge und Ideen der verschiedenen Anspruchsgruppen fürs Funktionieren und Weiterentwickeln der Plattform zentral sind. Das durch die Plattform vermittelte Wissen wird durch diesen konstanten Austausch und auch anhand der neuesten Erkenntnisse laufend angepasst. Forschende, Betroffene und medizinische Fachpersonen sollen so grösstmöglich voneinander profitieren.

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Zuletzt geändert:
20. April 2021