Arten von Feinstaub

Russ

Bei unvollständigen Verbrennungen (wie z.B. in Verbrennungsmotoren, Cheminées etc.) entsteht Russ, welcher fast vollständig aus Kohlenstoff besteht. Russ gehört zu den primären Partikeln, da er direkt als Partikel emittiert wird. Problematisch sind vor allem Dieselfahrzeuge, welche grosse Mengen an Russpartikel emittieren und somit stark zur urbanen Luftverschmutzung beitragen. In Städten macht Russ etwa 25 bis 50 Prozent der gesamten Feinstaubmenge aus.

Langfristiges Einatmen von Russ lässt das Risiko für Herzerkrankungen, akute Gefässprobleme und Thrombosen steigen.

Sulfate und Nitrate

Sulfat- und Nitratpartikel sind sekundär Partikel, welche aus gasförmigen Vorläuferstoffen wie Schwefeldioxi, Ammoniak oder Stickoxid entstehen. Diese Stoffe stammen aus der Industrie wie auch aus der Natur. Vor allem die Sulfatpartikel sind unter anderem verantwortlich für die Bildung von saurem Regen.

Bei übermässiger Aufnahme von Sulfat- und Nitratpartikeln können Atemwegsbeschwerden und Herz-Kreislaufprobleme auftreten.

Pollen

Samenpflanzen produzieren Pollen, auch Blütenstaub genannt. Pollen transportieren die männlichen Keimzellen einer Pflanze geschützt zu den weiblichen Pflanzen, wodurch die Bestäubung und Befruchtung stattfinden kann.

Viele Menschen reagieren allergisch auf Pollen, die mit dem Wind schnell verbreitet werden können. Bei Kontakt mit Pollen können die darauf befindlichen Proteine und Lipide eine Immunreaktion auslösen, die sogenannte allergische Reaktion.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Luftschadstoffe die Allergiesymptome verstärken können. Stickoxide und Ozon können die Proteine der Pollen so verändern, dass Allergien leichter ausgelöst werden.

Weitere Informationen zum Thema Pollen finden Sie hier.

Mineralstaub und Meersalz

Steinbrüche, Baustellen und Wüsten sind Quellen für Mineralstaub. Da diese Partikel lange in der Luft bleiben, können sie über weite Distanzen transportiert werden. Staub aus der Sahara beispielsweise gelangt regelmässig über die grossräumige Zirkulation der Atmosphäre bis nach Europa.

Mineralstaub hat einen Effekt auf die Prozesse in der Atmsophäre - unter anderem trägt er zur Änderung der Strahlungsflüsse, der Feuchte und der Wolkendecke bei. Für Menschen die Mineralstaub chronisch ausgesetzt sind, können die Folgen Lungenkrebs oder eine Staublunge sein.

Feinstaubpartikel können auch Meersalzteilchen sein. Diese entstehen, wenn winzige Wassertröpfchen über dem Meer aufgewirbelt und vom Winde mitgetragen werden. Da das Wasser verdunstet, bleibt das Salzkörnchen als Partikel in der Luft.

Zuletzt geändert:
10. September 2020