Husten – Schutzmechanismus des Körpers

Husten ist per se nichts Negatives, sondern fungiert als Schutzmechanismus des Körpers. Zwei wichtige Funktionen werden durch den Husten erfüllt: Bronchialschleim wird nach aussen transportiert und gelangt ein Fremdkörper in die Atemwege, so wird dieser mit einer Geschwindigkeit von bis zu 900 Kilometer pro Stunde hinauskatapultiert – so schnell wie ein Düsenjet. 

Zusammenspiel der Muskulatur

Um zu verstehen, wie der Hustenvorgang im Körper abläuft, müssen wir uns erst einmal anschauen, wie die Atmung funktioniert. Unsere Lunge kann selbst nicht atmen – da ist sie auf die umliegende Atemmuskulatur angewiesen. Das Zwerchfell ist der wichtigste Muskel, wenn es um die Atmung und ums Husten geht, und bildet die Grenze zwischen Brust- und Bauchraum. Durch das Herabziehen des Zwerchfells kommt die Bauchatmung zustande, durch das Aufrichten der Rippen die Brustatmung. Dabei entsteht ein Unterdruck im Brustraum und die Luft wird in die Lunge eingesogen. Die Ausatmung erfolgt in der Regel passiv: Durch das Erschlaffen der Muskulatur verkleinert sich der Brustraum und die Luft strömt über Nase und Mund aus.

Beim Husten arbeitet eine Vielzahl von Muskeln in der Brust, im Bauch und im Rücken genau koordiniert, mit grosser Kraft und äusserst effizient zusammen – und so kommt die unglaubliche Geschwindigkeit von bis zu 900 Kilometer pro Stunde beim Husten zustande. Hält der Husten länger an, so kann es durch die vermehrte Beanspruchung der Muskulatur durchaus auch zu Muskelkater oder in seltenen Fällen gar zu einem Rippenbruch kommen. Der Körper leistet Schwerstarbeit!

 

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Am 27. September 2022 findet in der Paulus Akademie in Zürich West ein Publikumsanlass zum Thema Husten statt.

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Zuletzt geändert:
14. Juni 2022